Um euch die Wartezeit bis zur Fortsetzung des Bauberichts zu den Lagerhäusern zu verkürzen, habe ich hier ein technisches Gustostückerl für euch.
Im Porto Nuovo, heute Porto Vecchio, gab es eine Unzahl von Kränen für den Warenumschlag zwischen Schiff und Land.
Die Besonderheit dieser Kräne war, daß sie hydraulisch mit Wasser betrieben wurden.
Am nordwestlichen Ende des Hafens war ein Maschinenhaus (die Centrale Idrodinamica) in der mit einer dampfbetriebenen dreistufigen Pumpe Wasser in zwei turmhohe Zylinder an der Südwestseite des Gebäudes gepumpt wurde.
Diese waren mit eisernen Gewichten verschlossen und durch diese Gewichte wurde der Wasserdruck für den Betrieb der Kräne mittels Schwerkraft erzeugt.
Ein ähnliches Verfahren wurde bei den Wiener Gasometern zur Erzeugeng eines konstanten Gasdrucks im Leitungssystem im Stadtgebiet angewendet.Über Druckwasserleitungen wurde das Nutzwasser zu jedem Kran an Kais und Molos gebracht.
Dort wurden damit der Lasthub und die Schwenkbewegung des Kranauslegers angetrieben.
Jeder Kran hatte eine Hubkraft von 1500kg.
Die Pumpe wurde nur zum Auffüllen der Zylinder bei Bedarf in Betrieb gesetzt.
Eine aus heutiger Sicht eine ökologisch runde Sache, die Umweltbelastung durch die Dampferzeugung für die Pumpe eher minimal.
Das Maschinenhaus mit seinen Einrichtungen ist museal erhalten und kann besucht werden. Es gibt auch Führungen mit Vorführung der Pumpanlage.
Von den Kränen ist leider keiner erhalten geblieben.
Und nun viel Vergnügen mit den Fotos.
Liebe Grüße
Wiwo
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