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North American B-25 C+D Mitchell AIRFIX 1:72

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    North American B-25 C+D Mitchell AIRFIX 1:72

    Historisches

    Die North American B-25 Mitchell wurde während des WK 2 zu einem publicityträchtigen, strategischen Angriff eingesetzt – dem "Doolittle Raid", benannt nach dem Kommandeur des Unternehmens, Lieutenant Colonel James H. Doolittle.
    Dieser Einsatz sollte den Japanern zeigen, daß die USA auch ohne Langstreckenbomber in der Lage waren, das japanische Festland zu bombardieren. Zu diesem Zweck wurden den teilnehmenden Maschinen die Abwehrbewaffnungen ausgebaut (und teilweise durch Holz-Atrappen ersetzt) und stattdessen mehr Treibstoff getankt. Der Start erfolgte zeitiger als geplant, 1100 km von Japan entfernt, vom Flugzeugträger USS Hornet aus, obwohl die B-25 nicht für Trägerstarts (und –landungen) ausgelegt war. Eine Rückkehr der Flugzeuge war von vornherein ausgeschlossen, die Maschinen mußten notgedrungen in Richtung China weiterfliegen. Viele davon stürzten wegen Spritmangels vor der Küste ab, eine Maschine landete in Rußland nahe Wladiwostok.
    Die Japaner wurden von dem Angriff so überrascht, daß eine wirkungsvolle Abwehr praktisch nicht geschah.

    Die B-25 wurde als zweimotoriger, mittlerer Bomber, ansonsten immer taktisch eingesetzt und ständig weiterentwickelt, was zu einer Vielzahl unterschiedlicher Rüstzustände führte; unter anderem mit zusätzlichen MG's an den Rumpfseiten oder im Rumpfbug anstelle eines Bombenschützen.
    Im Rahmen des Leih- und Pachtvertrages wurden B-25 an Großbritannien und die Sowjetunion geliefert.
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    Bausatz

    Airfix hat sich in den letzten Jahren mit seinen neuen Formen an die Spitze der zeitgemäßen Qualität herangearbeitet. Leider sind so manche Kleinstrukturen (z.B. die Sitze und Steuersäulen) etwas grobschlächtig ausgeführt, aber bei den MG's der Abwehrstände zeigt Airfix, was heutzutage an filigraner Ausformung möglich ist.
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    Das nahezu vollständige Innenleben ist gut wiedergegeben – wenn ich denke, welch Aufwand das damals war, bei meinen drei Italeri B-25 (für ihre Zeit gut geformt) das gut einsehbare "Gewächshaus" des Bombenschützen im Bug naturnah auszustatten (siehe www.pmf.at im Archiv). Airfix macht dem Modellbauer hier das Leben wirklich leicht, es ist von vorn bis hinten mit Details versehen, die man nach Fertigstellung gar nicht alle sehen wird. Vor allem die Teile für den MG-Turm am Bauch sind sinnvoll konstruiert, einmal in der Halterung eingeschnappt bleibt das Türmchen drehbar, kann aber nicht herausfallen.
    Der Bombenschacht kann alternativ offen dargestellt werden, die dazu benötigten Bauteile sind schlüssig und detailreich abgeformt.
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    Die, in Einheit mit Rumpf-Schotten gegossenen, Tragflächenholme finden entsprechende Führungen in den Tragflächenteilen, was den Zusammenbau erheblich erleichtert.
    Die Tragflächen und Landeklappen könnten schärfere Hinterkanten vertragen, denn technisch wäre das durch Aufteilung der Bauteile durchaus möglich gewesen, bei den Höhen- und Seitenrudern hats geklappt. Hier wird dem Ehrgeizigen unter uns Modellbauern nix anderes übrigbleiben, als kräftig abzuschleifen.
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    Großes Lob gebührt Airfix für die Beigabe zweier vollständiger Doppel-Stern-Motoren, sowas sieht der Modellbauer gerne.

    Das Fahrwerk ist, mitsamt seinen Schächten, originalgetreu und detailreich ausgeformt, die Räder belastet dargestellt.
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    Der Gußast mit den transparenten Teilen bietet zwei verschiedene Cockpithauben, zwei verschiedene Bugkanzeln, die Teile für Abwehrstände und viele Fensterchen, alles in tadelloser Qualität und ausreichend dünn gegossen.
    Daß hier keine Positionslampen dabei sind, ist ein klarer Fehler – das hätte im Formenbau nämlich so gut wie gar nix gekostet. Erfreulich ist, daß alle kleinen Fenster von außen angeklebt werden können, was mühsames Maskieren erspart.
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    Die Kennungen und Markierungen sind überschaubar, aber erstklassig ausgeführt. Auch hier sind die Wartungshinweise lesbar gedruckt, nur die Auflösung des Scanners setzt der korrekten Wiedergabe Grenzen. Mit dem Vorhandenen läßt sich entweder die Lady Jane darstellen, oder die Desert Warrior, die nach ihren Einsätzen im Mittelmeer kräftig herausgeputzt auf Werbetour in die USA ging.
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    Fazit

    Endlich eine zeitgemäße B-25, auf dem Stand moderner Formentechnik. Das Manko der zu dicken Tragflächen- und Leitwerkshinterkanten läßt sich mit etwas Eigenaufwand beheben.
    Das Preis-Leistungs-Verhältnis weist noch ein wenig nach oben, erfahrungsgemäß korrigiert das der Markt nach etlichen Monaten, wenn der erste Kauf-Boom so einer Neuerscheinung nachläßt.
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